kundsame,
die
.
1.
›Kenntnis, Wissen; Bekanntschaft‹;
zu 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Dú selig tohter gewan kuntsami dez dieners der ewigen wisheit.
Es kam einest zuͦ des dieners kundsami ein mensch.
Bachmann u. a., Volksb. (
alem.
,
15. Jh.
):
es wer den, daz er kuntsami gewinen könd.
Päpke, Marienl. Wernher (
halem.
,
v. 1382
):
Och inen sagen wie es was | Und wie dú kuntsami beschach, | Do er das brot vor inen brach.
Vetter, Schw. zu Töß (
halem.
, Hs.
15. Jh.
):
Do nun dieselbe selige swester Elisabet küntsam gewan des selben heiligen brüder prediger ordens, do ward sy [...] zu seiner ler getriben.
2.
›Zeugenaussage‹.
Syntagmen:
k. aussprechen / verhören
;
jn. auf eine k. füren
;
genugsame k.

Belegblock:

Leisi, Thurg. UB
5, 267, 9
(
halem.
,
1349
):
man sol daruf farn und sol gesehen hus und hof [...] nach der kuntsami und bewisung der geburan des dorfs.
Welti, Stadtr. Bern (
halem.
,
1365
):
nach uil red vnd widerred do wart uon dem rat einhellenclich erkennet, ein kuntsami darumb ze uerhoͤrenne.
Ebd. (
14.
/
A. 15. Jh.
):
Es ensol oͮch vnder vͥns einkeiner bi den vorgenanten pene vff ein kuntsami me fuͤren denn x.