kugeln,
V.
1.
›(etw. / sich) rollen, wälzen‹;
vgl. 1.
Bedeutungsverwandte:
2
.

Belegblock:

Niewöhner, Teichner
362, 67
(Hs. ˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
si begentz als auf werltleich chraft | dw da chugelnt auf und ab.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
E. 15. Jh.
):
pringt einer sein holz in dem sümer abher, so sol ers uber die wismat kugeln den guten man ôn schaden.
Ebd. (
1554
):
er solle den zehent geben wann mag kuglen ain gänßl uber ain wagenlaiß.
2.
›mit einer Kugel spielen, kegeln‹;
vgl. 3.
Bedeutungsverwandte:
4, , , , .

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1536
):
Du gern kugelst und kansts nit wol | Du geren kartest und gwinst selten.
Ebd. (
1550
):
Wer kuglen wil, auf-sez, | Das im kein unrat wachs.
Müller, Nördl. Stadtr. (
schwäb.
,
1445
):
Es sollen auch dabei verboten sein alle andre spil, als kugeln, kegeln [...] und wamit man den pfenneng gewinnen oder verliesen mag.
Auer, Stadtr. München (
moobd.
,
n. 1347
):
Swer mit dem andern spilt oder chugelt [...] daz sol unschedleich sein.
Dirr, Münchner Stadtr. (
moobd.
,
um 1365
):
Man verpewt auch allez wuͤrfelspil, swie daz gehaizzen ist, und kugeln.
Uhlirz, Qu. Wien ;
Leidinger, V. Arnpeck ;
Siegel u. a., Salzb. Taid. ;
3.
›Schießkugeln gießen‹;
vgl. 4.

Belegblock:

Bauer u. a., Kunstk. Rud.
2355
(
oobd.
,
1607
/
11
):
4 kleine pufferlin oder feüstling mitsambt ihren schrauffen, ladstecken und model zu kugeln.