kocher,
köcher,
der
;–/-Ø
.›Behälter, Gefäß für verschiedene Zwecke, besonders häufig für Pfeile; auch für Patronen, Schreibfedern‹; ›Gefäß zum Fischfangtransport‹; obszön: ›Vagina‹.
Phraseme:
nicht aus js. köcher kommen
›aus anderer Quelle stammen‹; einen vollen köcher haben
›reichlich versorgt sein‹.Syntagmen:
einen k. bedecken / behüten / beschliessen / erfüllen / überziehen, einen k. am rücken, an der seite haben; etw. aus dem k. ziehen; k. und armbrust / bogen; pfeil / stral im k.; grosser / hölzerner k.
Belegblock:
Der kochir uns bezeichint tut | mit glichnisse daz armut.
czum wayne czehn manne und fier ader fumff gutte armbrost mit synen pfilen im kocher.
der sol sinen bogen vnde armbrost abe lazen vnde sinen koker beslozzen.
1 kocher zw patronenn.
deszgleichen von einem kocher planhecht dem rathe sechs pfenninge.
der pfeil kompt nicht aus deinem köcher, do verstehet man des menschen wortt undt rede fur einen pfeil.
Scherpfft die pfeyl, erfult die köcher, nider zuslaen die füchß.
Die hett ein köcher an der seiten | Vol scharpffer pfeil.
koͤcher / darinnen die Schuͤler die Federn stecken.
Kocher und bogen her | Begunde ze walde | Füren, der vil balde.
gar ein reicher pfaff [...] von großem gold, silber und guetem gewand etc. und ain voller kocher.
ich [...] tet von mir daz swert und den bogen und nam den köcher under daz haupt.
Putz dy Nünen nün waidlich, dy kocher moͤchten jnen sunst verschimelen.
Ein schlaffendt Cupidine mit fligel, ligt mit dem kopf uff dem köcher.
seyn pogen sol vngespannē seyn seyn choͤcher sol czu seyn.