knopfig,
knopfe(ch)t,
Adj.;
große Formenvielfalt.
1.
›knorrig, ausgebuchtet, angeschwollen‹;
zu 1; 2.
Bedeutungsverwandte:
, 1.
Syntagmen:
knopfiger hals / kropf, knopfige gestalt, knopfiges podagra
.

Belegblock:

Lichtenstein, Lindener. Rastb.
158
(o. O.
1558
):
die pintzker bawren [...] welche lange, dicke, knopffete kröpff haben.
Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
Ein vngehewres Thier rauß kroch | [...] | Knorrecht, knopffecht vom schwantz zum schopff.
Löffler, Columella/Österreicher (
schwäb.
,
1491
):
Es sind ochsen zuͦ kouffen [...] mit [...] offnenn nasen und ain langen und knopffotten halß.
Siegel u. a., Salzb. Taid. (
smoobd.
, Hs.
17. Jh.
):
es wäre dann ain puechen so knopfet und zu verhacken nit tauglich.
Lichtenstein, Lindener. Katzip.
232
;
Fischer, Eunuchus d. Terenz ;
Sudhoff, Paracelsus ;
2.
›mit getriebenen Buckeln versehen, verziert‹;
zu 5.
Syntagmen:
knopfiger becher / stab
.

Belegblock:

Bauer u. a., Kunstk. Rud.
934
(
oobd.
,
1607
/
11
):
Ein augstaininer knopfeter becher.
3.
›mit Knoten versehen‹;
zu 3.
Syntagmen:
knopfige geisel, knopfiges seil
.

Belegblock:

Williams u. a., Els. Leg. Aurea
515, 12
(
els.
,
1362
):
Do dis horte Decius do hies er in mit knophehten geischeln schlahen.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel Var.(
Straßb.
1466
; Var.
Augsb.
1475
):
Mein vatter hat eúch geschlagen mit gaiseln; ich wil eúch aber slahen mit genadelten peischtzen
[Var. Z:
knopfeten geyseln
].
4.
›mit Knospen versehen‹;
zu 2.
Syntagmen:
knopfige blume
.

Belegblock:

Schwäb. Wb. (a. 
1543
).