Ziesemer, Proph. Cranc Jer.
5, 26
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
ja sint under minem volke vunden unmynsame logende als di vogyler, stricke legende und cloben zu voende manne.
Wen man den Eulen setzet auff einen kloben, so fallen die Vogel zu.
wollen sie nicht auff dem kloben sitzen im walde oder in der wusten, spricht der teuffel, so wil ich zu ihnen in ire heuser.
Ist sach, das sie hat ainn kloben, | Damit man rotkröpf fahen kan, | So ist sie zeitig zu einem man.
Meinr frawen list, den muß ich loben; | Sie hat gefangen auff dem kloben | Den jungen einfeltigen gauch.
Wie ein lockvogel auff dem kloben, | So lawret er mit list und lüg.
Goedeke u. a., Liederb.
(
Nürnb.
1595
):
spann du den kloben beßer auf | und fang ain andern narren drauf.
Thiele, Minner. II,
13, 398
(Hs. ˹
nalem.
/
sfrk.
,
1470
/
90
˺):
manch lümrutt under klob | wirt dick gemacht mit undrw unnd mit liegenn.
Lemmer, Brant. Narrensch.
92
, d (
Basel
1494
):
Wer hochfart ist und duͦt sich loben | [...] | den setzt der tüfel uf sin kloben.
Jörg, Salat. Reformationschr.
188, 16
(
halem.
,
1534
/
5
):
wand der gmein man ein schoͤnen vogel erwütscht han / so hat er ein hertzlosen grillen jmm cloben.
Österley, Steinhöwels Äsop
(
Ulm
1474
/
82
):
waz ainer under inen geschyder, wann die andern, dem der vogler list aller baß bekannt waren, herren, sprinkhüser, necz, kloben und ouch kleby.
Barack, Zim. Chron.
260, 12
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
war nit usser dem geschlecht deren [...] so auch sonst den listigen und vilgeiebten buller künden betriegen und uf den kloben setzen.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Hainrich, den man nannt den Vogler umb des willen: da man in an das reich erkos, do was er mit seinen kindern zu wald mit dem kloben voglen gegangen.