heroisch,
Adj.;
zur Etymologie vgl.
Kluge/S.
2002, 409
.
1.
›heldenhaft, tapfer‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. (s. v. 1), , , (Adj.) 11, (Adj.) 4, , .
Wortbildungen:
heroischheit
(a. 1691).

Belegblock:

Trunz, Meyfart. Rhet.
1, 13, 13
(
Coburg
1634
):
Der aller vortrefflichste Keyser aus Griechenland Alexander / hat von seinen Heroischen Thaten vn̄ erobertē Koͤnigreichē den Namen eines Grossen vberkommen.
Memminger Chron. Beschr. (
Ulm
1660
):
An dapffern / heroischen Regenten hat es auch nicht gemangelt.
A. à S. Clara. Glori (
Wien
1680
):
Viel dergleichen mehr heroische GEORGIOS zehlet deß Martis Kriegs⸗Register.
2.
›von erhabener Wirkung; majestätisch, dem Schlichten entgegengesetzt‹; als Terminus der Kunsttheorie.
Zur Sache vgl.
Sulzer, Allgemeine Theorie der Schönen Künste, Bd.
1
, Leipzig 1771, 535f.

Belegblock:

Dünnhaupt, Werder. Gottfr. v. Bullj.
5, 16
(
Frankf./M.
1626
):
Jnsonderheit diese vnsere gegenwaͤrtige [Poesie] / weil sie auff eine sehr schwere / Heroische / hohe / vnd zuvor in Teutsch nie beschriebene arth angefangen.
Opitz. Poeterey
15, 18
(
Breslau
1624
):
Die Barden [...] haben [...] ritterliche thaten mit heroischen Versen beschrieben / vnd mit suͤßen melodien zue der leyer gesungen.
Ebd.
39, 9
:
mussen vnd koͤnnen wir sie an statt der heroischen verse gar wol behalten: inmassen dann auch die Niderlaͤnder zue thun pflegen.
Dünnhaupt, a. a. O.
3, 14
;
Opitz. Poeterey
38, 35
.