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gras,
gräs,
kres,
das
;
zu
mhd.
graz
›junge Zweige vom Nadelholz‹
(; );
zur k-Schreibgestalt s. ; nicht in allen Belegen sicher von
1
gras
unterscheidbar.
›Sprossen oder junge Zweige vom Nadelholz (als Streumaterial, Viehfutter); Reisig‹.
Wortbildungen:
grassen
(Adj.) ›aus Tannenreisig‹,
kressen
›Reisig sammeln‹ (a. 1563).

Belegblock:

Müller, Alte Landsch. St. Gallen (
halem.
,
1525
):
so haben dero von Tablat etliche güter gerechtigkait, in Stainegg holtz, kräs und stecken zehowen.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
47, 23
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
dein trangk was wasser, wildes hönig, grasser | dein speis und ampher.
Dirr, Münchner Stadtr. (
moobd.
,
1340
):
Swelich purger chauft [...] von einem pawmann, der auf dem land sitzzt, chorn, stro, holtz, hae, graz.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. (
m/soobd.
,
1606
):
sie sollen auch solches gräss nit verligen oder außreisen lassen.
Ebd. (
1644
):
das asstwerch und kraissen so nicht zu gebrauchen hinwek zu rühren.
solle einen jeden keuschler [...] nit gebüren [...] von dennen hoyholzern oder verporgenen perg ainiches graß zu schneiden.
Ebd. (
17. Jh.
):
der soll solchen nit langer dan vier jahr mit kraissen zaun innenhalten und sodan wider außlassen.
Mell u. a., Steir. Taid. (
m/soobd.
,
1655
):
Hannß Taupper clagt wider Hannsen Wintter [...] wegen in seinem luss abgehackten etlich grosser stämb holz und geschnaite gräß.
Vorarlb. Wb.
2, 15
½ (a. 
1574
).