gottesfurcht,
(obd. bis Ende der Epoche
gottesforcht),
die
;-Ø
/–.›Ehrfurcht vor der göttlichen Allmacht und dem göttlichen Gericht, Erkenntnis des unausweichlichen Ausgeliefertseins in Verbindung mit dem daraus resultierenden Vertrauen auf und Gehorsam gegenüber dem christlichen verzeihenden Gott; Demut (als aus dieser Gesinnung resultierendes Verhalten)‹.
Syntagmen:
g. erwecken / haben; die g. jm. beiwonen, bei jm. sein, aus etw. kommen, in jm. verderben; über die g. nachdenken, in / mit g. leben, zu g. geneigt sein, etw. / sich in g. halten, jn. in g. auferziehen, jn. zu g. erwecken, etw. zu der g. keren, jn. auf g. aufziehen, von g. geboren werden / bewegt sein; die eifrige / grosse / rechte / selige g.; erbauung / tugend der g.; ane g
.Belegblock:
Sehet aber gleichwol zu, das ewer Gottesfurcht nicht Heuchley sey.
Darumb ist dem ubel nicht zu ratten, denn das wir mit Gottes forcht und demut die sach angreyffen, unsere schuld bekennen und Gott anruffen, das er die straff von uns neme.
So gebeut Gott, das man den Ehestandt inn aller Gottes furcht, zucht und ehren halten und nicht brechen soll.
da stehen auch die zwey stuͤck, Gottes furcht, welche kompt aus erkentnis unser suͤnde, und vertrawen auff die Gnade.
ER hat gelert zwey stuͤck, so des gantzen Christlichen lebens ubung sein sollen, nemlich von Christlicher demut, welche ist Gottes furcht und vom Glauben und vertrawen zu Gott.
der Teufel suchet zu treiben von Gottes furcht und vertrawen zu verachtung, unglauben, hass, lesterung wider Gott.
Denn wo man keine Gottesfurcht / | Keinen Glauben / kein Scham [...] | [...] fand / | Da hat kein Reich / kein macht bestand.
bey jhm ist kein Gottslestern / kein schelden / schenden / [...] / so wonet jhm auch ein grosse Gotsforcht bey.
das E. G. mit der edlen Tugendt der waren Gottesforcht begnadet.
was sie zue erbawung der Gottesfurcht / gutter sitten vnd wandels erfunden.
wenn im lantzknecht verdirbet | Die gottsforcht, das er geistlich stirbet, | So bleibet sein natur vergifft.
und wurt demůtikeit do [in der bekorung] geborn von Gotz vorhte.
welchem auch sein tugendt / das ist Gottsforcht und standthafftigkeit bei der reinen waren gesunden leer des Heiligen Evangeliums gelont hat.
Ebd.
1630
: So bald aber ir hochfart und pracht / | Auffwůchs / und das sie nit mehr hielten / | Gottsforcht / sunder der untrew spielten.
Pietas erga Deum, liebe vnd gehorsame gegen Gott / Gottesforcht. [...] Timor Dei, Gottesforcht.
[si] nament herus die oflaten und tailtend die under inen selbs und fraßend das fraͤvenlich ân all gotzforcht.
die newr früe und spat | wurkent nach des tüfels rat | und lebent ane gottesforcht gar.
Pietet [...], Trewe pflicht / lieb / vnd gehorsam / fuͤrnemblich gegen Gott / [...] / Gottesforcht / warer Gottsdienst.
Jn vnns ist kain gotsuorcht noch geordente lieb, kain ere noch gehorsam.
Reissenberger, Väterb. ;
Roloff, a. a. O.
40
; Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew. ;
Sappler, a. a. O.
27, 145
;