gewinnung,
die
.
1.
›Gewerbe‹; meist als Metonymie: ›eigener Geschäftsgewinn‹, dazu konversosem: ›über den Wert e. S. hinausgehende Zahlung an einen anderen und dessen Gewinn‹;
vgl. 1.

Belegblock:

Bastian u. a., Regensb. UB
97, 1
(
oobd.
,
1353
):
Si
[Juden]
suͤllen auch niht dheinerlei gewinnung noch aribeit hie haben.
Ebd.
404, 17
.
Zur Konverse:
Köbler, Ref. Nürnberg
287, 12
(
Nürnb.
1484
):
ob der Crist von solchem gelihen gelt dem Juden icht gesuch. wechsell. gewynnung. oder liebung gebe͂ hett.
Schulte, Rav. Handelsges. (
schwäb.
,
1475
):
13½ guldin, so man mir Wilhalm Richebach umb ain ½ Maͤchelsch tuͦch vor der fasten meß anno 74 zuͦ geschriben hat und da mit gancz gewinong abzogen.
Müller, Welthandelsbr.
251, 41
(
schwäb.
,
1514
/
5
):
Das lauft und thuet 15½ per cento gewinnung.
Vgl. ferner s. v. .
2.
s. 2.
3.
›Gnadengabe, jm. zuteil gewordenes Geschenk‹;
vgl. 13.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1, , 1, 2, 3, 1, 2; 3, ,
1
(
das
) 6.

Belegblock:

Quint, Eckharts Pred. (
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
dô bleip im got, dâ got istic ist sîn selbes, niht nâch einer enpfâhunge sîn selbes noch nâch einer gewinnunge sîn selbes, mêr: denne in einer isticheit, daz got in im selber ist.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
1359
):
so vint man den schatz der alle die kost bezalt die dar uf gezert ist, und do úber grosse gewinnunge.
4.
›Gotteskindschaft des Menschen‹; vgl. 24 (Übertragung des Eltern-Kind-Gedankens auf das Verhältnis Gott-Mensch; zusätzliches Hineinspielen des Geschenk-Gedankens von 13).
Bedeutungsverwandte:
2; vgl. , .

Belegblock:

Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
ir enpfiengt den geyst der gewynnung
[Var. 1475
2
–1518:
erwoͤlung
;
Luther
1545, Röm. 8, 15:
kindlicher Geist
]
der súne gotz.