genossame,
die
.
›Genossenschaft, organisierte Rechtsgemeinschaft grundherrlicher Eigenleute‹; hier: ›geltende Rechtsverhältnisse‹; vgl. (
der
) 1; 2.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 2.
Alem.; Rechtstexte.

Belegblock:

Leisi, Thurg. UB
7, 830, 11
(
halem.
,
1296
):
Swa ein man stirbet bi der gnossami, da sol daz gotuzhus nemen daz beste hobet.
Ebd. UB
8, 188, 6
(
1394
):
das ich mit wolbedauhtem sinne und muͦt ainer rehten, redlichen genǒssami über ain komen bin [...] mit dem erwirdigen gaistlichen herren apt Cuͦnraten.
Rennefahrt, Wirtsch. Bern
593, 6
(
halem.
,
1619
):
darzuͦ soll der [...] kein theil, gemeinschafft, noch gnoßamme mit vilberuͦrten knächten und schnydern haben.
Ders., Recht Laupen (
halem.
,
1604
):
Sie geben ihm 5 wyer im Forst gelegen, mit aller ehhaffte, rechtsamme und gnoßamme darzuͦ gehörig.