geniedern,
V.
›jn. / sich niederdrücken, erniedrigen, herabsetzen‹.
Syntagmen:
vereinzelt auch mit präpositionalem Anschluss (
zu
).

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Nicod. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
Der in da zu twunge | daz er uns hie erloste, | und er aller hoste | zu disem nider geniderte, | daz er uns mite gewiderte | uz der sunden phule | zu dem hoen stule.
Große, Schwabensp. (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
daz ist da von, da se des riches dienstmanne sint, da von ne mach se der keyser nicht geneideren.
Eggers, Psalter
35, 15
(
thür.
,
1378
):
Wan du heliz daz demutige volc, vñ dy ougen der vbermutigen genederstu.
Pyritz, Minneburg
48
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Min leit mus sich genidern | Und auch geringen gar min swer.
Rieder, St. Georg. Pred. (Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
wan alse vil sich der mentsche gedemuͤgite und genidirt uf ertriche, alse vil wil in únsir herre irhôhin in himilriche.
v. Maren, Marquard. Ausgabe
30, 35
(
Venedig
1483
):
das er fuͤrbas sich nicht mer genydern moͤcht.
Dietz, Wb. Luther .