man sal keinen süsen wein [...] schencken [...] sundern allein Reynischen, franckischen ader anderen gemeinen wein und bier.
die gemeine sage war, h. Moritz were selber hie mit gewesen.
das die deutschen Lieder und Psalmen so gemeine worden, daß die von gemeinem Volcke dieselbigen dornach teglich in allen Kirchen [...] offentlich gesungen.
Es gehet die gemeine rede uberlaut alhie zue Magdeburg, daz [...].
Mieder, Lehmann. Flor.
258, 6
(
Lübeck
1639
):
Es ist gemein Ding / daß alle Sontag die Sonn scheint.
Mendthal, Geom. Culm.
(Hs. ˹
preuß.
,
A. 15. Jh.
˺):
Of dy ueltmose kan nymant geben gemeyne lere.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
227, 5623
(
Magdeb.
1608
):
Ich beruff mich auffs gmeine Recht / | Das in der welt trifft Herrn vnd Knecht.
Wyss, Limb. Chron.
(
mfrk.
, Hs.
2. H. 16. Jh.
):
di waßer worden groß, also daz di Lane bi Limpurg ging ober iren gemeinen floiß funfzen fu0e ho.
Vsu receptum. Gemein gebreuchig gewoͤnlich pfleglich uͤblich gewon gepreuchlich ganghafft gangbar im schwange leufftig gänge.
Ich bin eyn rechter Weinstock / Nit zwar eyn gemeiner Weynstock / sonder eyn Goͤtlicher Weinstock.
Stambaugh, Milichius. Zaubert.
12, 34
(
Frankf./M.
1563
):
Das ander gezeugniß geben die schrifften der Heyden / bey welchen die Zauberey sehr gemeyn ist gewest.
Es tregt auch zum Brodt Mays vnd Cassaus genug / wie denn alle andere Wurtzeln / die in West Indien gemein seyndt.
Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Diu minne ist edel, wan si gemeine ist.
Strauch, Par. anime int.
95, 31
(
thür.
,
14. Jh.
):
waz der nature gemeine ist, da inmac si sich nicht ubir irhebin.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
44, 6
(
thür.
,
1474
):
wanne nach gemeynem rechte hette der erslagen bruder alle sin gud geerbet.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
34, 23
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Ir gemeyne kost ist vleysch unde rys.
Astronomisch numeriren [...] ist anders nichts / als schreiben [...] den werth [...] der Astronomischen zahlen / sampt der bezeichnung ihrer sorten / derer Valor mit characteren der gemeinen zahlen.
in demselben jar ward ein gemeine teurung.
Allein ich must anzeügen mit ein schrifftle unter meinem signet, das ich nit gemeine kauffmans wahr führet.
Ein comedi zu recidirn, | In gmeinem teutsch zu eloquirn.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
117, 30
(
Nürnb.
1548
):
es ist ein sehr gemeine klag yetzund.
Mit dieser Unruhe / ergienge es endlich nach dem gemeinen Spruͤchwort.
Strauch, Schürebrand
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
ist doch leider under allen geistlichen lúten also gar gemeine und gewonlich worden.
so erwele ich die gemeine ploge die den richen triffet also den armen.
Sappler, H. Kaufringer
16, 249
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
es sind aber gemain sachen, | das vatter und muoter gern lachen, | wenn das kind so schalklich tuot.
dann solche puͤberei gar zuͦ gemain werden will.
Hauber, UB Heiligkr.
(
schwäb.
,
1489
):
Es sy och ain gemaine red, das uff sant Marien Magdalenen tag der ban uszgang.
Koller, Ref. Siegmunds
(Hs. ˹
Augsb.
,
um 1440
˺):
kirchen verkauffen und verwechslen ist gemain worden.
Kohler, Ickelsamer. Gram.
(wohl ˹
Augsb.
1. Dr. 16. Jh.
˺):
Es muͤsten aber dise bildtnuß die namen der buchstaben so aigentlich [...], das ainem yedem menschen so gemain vnd brauchsam waͤr, das er darinn nit irren kündt.
Fischer, Eunuchus d. Terenz
(
Ulm
1486
):
Es ist gar gemain das zornig leüt [...] sich darnach zuͦ andern keren zebedeüten das ir zürnen zimlich gewesen sei.
Welti, Stadtr. Bern
(
halem.
,
E. 14.
/
A. 15. Jh.
):
soͤllent [...] nit me nemen [...] denn sechs guldin, oder so vil geltes, als ie zuͦ ziten gemeiner louf ist.
Schmidt, Rud. v. Biberach
59, 9
(
whalem.
,
1345
/
60
):
Doch wellen wir reden nach gemeiner gewonheit.
Köbler, Stattr. Fryburg
(
Basel
1520
):
das sind nach gemeinem bruch guͦt kuntschafften.
Lauater. Gespaͤnste
17v, 2
(
Zürich
1578
):
So ist gmein wenn der wyn im kopff überhand genommen vnd meister worden ist / daß die gsellen meinend es lauffe alles um die berg.
erschynend / ouch andere seltzame ding wider den gmeinen lauff der natur beschähend.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
ain gemainer lêrspruch ist, daz elliu mertier herteu augen habent.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
das gemain geschray was, es tatt der kayser von karchait wegen.
Ainer klainen partey freyhait machen nicht ein gemain recht.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
2181
(
oobd.
,
1607
/
11
):
Ein hohe runde stotzuhr, sein 2 geheuß obeinander [...] zu oberst weisets die gemeine uhr.
Buijssen, Dur. Rat.
5, 6
(
moobd.
,
1384
):
Wann do di Romer wolten machen eine sprache, di von iren wegen in aller werlt gemaine wer, do seczten si in ordenung di lateinische schrift.
Nu hab ich den gemainen lauf dewtscher sprach nach des lanndes gewonhait fur mich genomen.
Vogel, Pract. Alg. Ratisb.
97, 16
(
moobd.
,
M. 15. Jh.
):
also wirt vnterweil aus dem gemain nenner der zeler.
Die gemein wer waren damals pratspies, alantspies.
Winter, Nöst. Weist.
(
moobd.
,
1. H. 17. Jh.
):
das schelten fluechen und gottslestern, welches bei inen gemainer als das bëtten.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
(
smoobd.
, Hs.
17. Jh.
):
Alle gemain und frei tänz auf dem gei und albmer sei hiemit abgeschaft.
Piirainen, Stadtr. Sillein
104b, 17
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
Sprichet abir gener erhab iz gechauft auf dem gemeynen markt.
Mollay, Ofner Stadtr.
109, 3
(
ung. inseldt.
,
1. H. 15. Jh.
):
Dy pächlerr sullen altzeit pesunder sten von den maisteren fleischagkeren vnd sullen an kainem tag fail haben, dan an den gemain wochen margkt tägen.