expectanz,
die
;
-Ø/-en
;
rechtssprachliche Bildung aus
lat.
exspectāre
›entgegensehen, erwarten‹
(
Georges, Neub.
1, 2015
).
›Erwartung‹; überwiegend speziell: ›Anwartschaft (auf ein Lehen, eine Erbschaft u. dgl.)‹; auch: ›Verheißung einer solchen Anwartschaft‹.
Bedeutungsverwandte:
, , ; vgl. .

Belegblock:

V. Anshelm. Berner Chron.
5, 63, 23
(
halem.
,
n. 1529
):
ein stat Bern hat streng geboten die questioner, terminierer [...], ablaskraͤmer und curtisanen, mit iren gratzen, expectanzen, pensionen und reservaten, nit inzelassen.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Mitler weil practicirt graff Wilhelm von Eberstain am kaiserlichen hove umb ein expectanz oder wart aines lehens.
Rot
310
(
Augsb.
1571
):
Jtem die wartung selbs: Als so man spricht / Er hat ein guͦtte Expectantz.
Wutzel, Rechtsqu. Eferding
95, 19
(
moobd.
,
1602
):
so hat ihme gemeine statt Eferding ain expectans vnnd interims condition [...] zuegesagt.