exempt,
part. Adj.;
aus
mlat.
exemptus
›herausgelöst aus der bischöflichen Gerichtsbarkeit‹
(
Niermeyer
2002, 1, 514
).
›von etw. ausgenommen, befreit‹; speziell: ›von einer bestimmten Gerichtsbarkeit ausgenommen‹.
Alle Belege aus dem 16. Jh.
Bedeutungsverwandte:
˹ 2, ˺ (Part. Prät.); vgl. 4, 2.

Belegblock:

Luther, WA (
1536
/
9
):
wenn sie [boͤse Menschen] nicht Exempt und befreiet sind, so haben sie so bald zuflucht zum Ampt der Penitentarien oder des Datarien, An welchen enden sie balde oͤffnung finden ungestrafft zu bleiben.
Köbler, Stattr. Fryburg (
Basel
1520
):
das dieselbe͂ vnser burger in disem fall dheins wegs exempt / sonder in allermaß begriffen sin.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1552
):
alle und yede gestifft, capittel, clöster, ordensleith, kirchen, spitaͤl und andere dergleichen heuser, sie seien hie in der statt oder auf dem lannd gelegen, exempt oder nit.
Brunner, Rechtsqu. Krems u. Stein
245, 12
(
moobd.
,
1627
):
kayserliche beamte, diener, nobilitirt oder sonsten exempt.
Mell u. a., Steir. Taid. (
m/soobd.
,
2. H. 16. Jh.
):
Da aber mer gaitafern oder weinschengken im gericht befunden, sollen dieselben dem gemainen landgerichts gebrauch nach den hofwein anzunemben nicht exempt sein.