ewe,
die
;zur etymologischen Zuordnung zu
ehe
vgl. Pfeifer
; 2000, 308
Kluge/S.
; hier aus Gründen der Semantik und der Schreibung als eigene lexikalische Einheit angesetzt.2011, 264
1.
›Ewigkeit, grenzenlose Dauerhaftigkeit‹; ›über jeden Anfang und jedes Ende, speziell über den Tod hinausgehende Zeitunbeschränktheit, wie sie got
, dem religiös verstandenen Menschen sowie religiösen Glaubenstatbeständen (auch z. B. der missetat
, der sünde
) zugeschrieben wird‹.Phraseme:
von ewe
›seit jeher‹; von ewe zu ewe
›von Ewigkeit zu Ewigkeit‹.Belegblock:
Des arnen sie die missetat | Immer von ewen zu ewen.
der jungelinc der moz monich sin oder ein abruͦmen von ewen zuͦ ewen.
Ich vorvluche alle ir gut eren lyb vnd ouch yr sele von ewen tzu ewen.
Nu ist abe gestrichen | Gar von tuvellicher list | [...] | Lant, daz sin von ewen was.
wie got in siner ewen vant | den sun, als er daz wort gebar.
Herre Jesus Cristus, wir loben dich von ewen zuͦ ewen.
Mönch v. Heilsbronn. Fronl.
10b, 16
.2.
›zeitlose, unwiderrufliche Gültigkeit‹ (von Käufen).