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esser,
der
;
–/-Ø
.
›Person, die etwas isst, verzehrt‹; teils negativ nuanciert: ›Vielfraß, Prasser‹; vgl. (V.) 1; 2.
Bedeutungsverwandte:
, , 2; vgl. .
Syntagmen:
der e
. (Subj.)
seine missetat tragen
;
j. ein / kein e. sein, die klöster als
›wie‹
die esser sein
;
dem e. etw. entfallen
;
die esser der speise e. P
.;
ein seltsamer e
.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft.
3. Mose 19, 8
(
Wittenb.
1545
):
Wird aber jemand am dritten tage da von [Danckopffer] essen / So ist er ein grewel / vnd wird nicht angeneme sein / vnd derselbe Esser wird seine missethat tragen.
Hübner, Buch Daniel (
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Doch vugen sie im schande | Swerlich in vrundis wise, | Ezzer der sinen spise | Necken en in strites not.
Wiessner, Wittenw. Ring
5796
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
Wan dem esser ichtz emphiel | Auf die erden ab dem tisch, | Es wäre gekauwen oder frisch, | Daz scholt man wider auf heben.
Koller, Ref. Siegmunds (Hs. ˹
Augsb.
,
um 1440
˺):
[Die closter] ligent wol, sie sein tag und nacht als recht trincker und esser, als weren sie in der welt pey allem ungefür.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
müessen wir auch nit tuen wie si [Juden], müessen nit geitig, esser und trinker sein (das wâre abgötterei ist, wie s. Pauls spricht).