eschara,
der / das
(?);
aus
griech.
eschára
›Herd, Wundschorf‹
(
Duden, Das gr. Fremdwb.
2007, 414
).
›eine Wunde, äußerliche Verletzung u. dgl. verschließendes, neugebildetes (wohl auch: krankhaftes, zu beseitigendes) Gewebe, Schorf‹.
Texte des Paracelsus.
Bedeutungsverwandte:
, 1; vgl. .
Syntagmen:
etw
. (z. B.
ein corrosiv / stük
›wirksame Substanz‹)
den e. auswerfen, hinweg werfen
;
der e
. (Subj.)
sich selbst entledigen
;
etw. vom e. lösen
.
Wortbildungen:
escharieren
›Gewebe bilden, zuwachsen (von Wunden)‹ (vgl. auch:
äscarieren
),
escharisch
›die Wundschorfbildung fördernd‹.

Belegblock:

Sudhoff, Paracelsus (
1525
/
6
):
wiewol das ist, das er [arsenico] ein escharische tugent in seim eigen corpus hat, iedoch aber so
[unvermischt]
sol die escharische tugent zur heilung nicht
(gelangen).
Ebd. (
1531
/
5
):
das du solchen proceß
[Anwendung eines
corrosifs
]
fürest [...] bis der eschara sich selbst entledigt und der mercurius auslauft.
Ebd. (
1536
):
wie sie [corrosif] haben ein escaram ausgeworfen, das ist ein ranft fleisch getötet und also ein freis saubers loch gemacht und den alten unflat hinweg genomen.
ein ieglichs loch, das mit schwarzem fleisch wird und escharirt, das ist vom arsenico.