erwerfen,
V.; unr. abl.
1.
›jn., ein Tier durch Bewerfen (z. B. mit Steinen) töten‹; ›jn. erschlagen, durch Wurfgeschosse, Schleuderwaffen töten‹; Rechts- und Wirtschaftstexte sowie berichtende Texte.
Syntagmen:
jn. e., jn. an dem sturm, mit einem stein, mit einer bleide
›Wurfmaschine‹, mit bengeln e., etw
. (z. B. eine gans, hüner
) e., einen hund mit einem wurfbeil e
.Belegblock:
Abimelech irwurfen wart | Snel mit eime steine hart.
1347 [...] do wart der von Schlüsselberg erborfen mit einer pleiden.
Am monttag nach Cantate sein drey hundert paurn [...] an sturm gangen, die all umbkommen sein, ain tayl erworfen, ain tayl erschossen, ain tayl durch feurwerck.
Mein schweinspieß machet löcher weit; | Mein wurff-beyhel geschliffen scharff, | Darmit ich nun ein hund erwarff.
Do erwurfent sú in mit steinen: also erfúllete er sine martil.
Ob ainer ainem purger an dem hauß lusembt
[›beobachtet, ausspäht‹],
mag in der purger mit ainem stain erwerfen. 2.
›werfen, Junge gebären‹ (von Tieren); meist speziell: ›eine Früh- oder Fehlgeburt haben‹; Belegblock:
Susz wenn die kuo trait halb, | So erwirft si ain tot kalb.
do die juden daz rote chalp | opferten als ez solde sein, | du erwarf daz chalp ein læmpelin | under der diaken handen.