ertoben,
V.;
zur Vermischung mit im Halem. s. ;
Dwb, Neub.
8, 2242
.
›jn. in Wut, Zorn versetzen; jn. ärgern, provozieren‹; intrans. oder refl. auch: ›von Sinnen kommen‹; ›tobsüchtig, zornig, verärgert sein / werden‹; vgl. 2; 3; 8, (V.) 1; 2.

Belegblock:

Banz, Christus u. d. minn. Seele
1833
(
alem.
,
1. H. 15. Jh.
):
sy
[die Leute]
sprächint bald: ,si
[die ,minnende Seele‘]
wil úns erdöben, | Sy hat recht die sinne verlorn‘.
Kottinger, Ruffs Adam (
Zürich
1550
):
nit wunder wär’s, ich müest ertoben | vor angst und miner grossen not.
Seemüller, Chron. 95 Herrsch. (
oobd.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Do des abt Hainreich [...] inne ward, der wold sich vor lait ertoben.
Munz, Füetrer. Persibein
235, 6
(
moobd.
,
1478
/
84
):
der ris uil nach ertobet was | von diser red.