erseigen,
auch
erseihen,
V., unr. abl.,
im Halem. auch regelmäßig;
zu
mhd.
ersîgen, ersîhen
›versiegen‹
(
Mwb
1, 2070
).
›versiegen, leer werden‹; ütr.: ›schwach werden‹;
vgl. 4.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl. , , 1.

Belegblock:

Pfeiffer-Belli, Murner. Kl. Schrr.
7, 19, 10
(
Straßb.
1520
):
das dein glaub nit sol erseihen.
Wiessner, Wittenw. Ring
5678
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
Der chruog ist truchen und dersigen.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
v. 1536
):
der hailig kinig Lutius ist [...] in ainen ersignen brunnen geworfen worden.