erkommen,
V., unr. abl.
1.
›sich erschrecken; (plötzlich) Furcht empfinden‹; ›vor etw. Angst haben, etw. fürchten‹; Syntagmen:
j. e., etw
. (Subj., z. B. js. herz, lied
›Glieder‹) e
. (absolut); j. / etw
. (Subj.) [wie] (z. B. hart / herzlich / ser / übel, mit fürchtiglicher tucht
) e
.; j. sich grosser dinge e
.; j. ob e. S
. (z. B. ob einer botschaft / rede
), von etw. e
.Wortbildungen:
erkomlich
Belegblock:
swâ er [rittir] indirt horchte | der dûtschin brûdre namin, | al sîne lit irquâmin, | sîn herze joch sô sêre irschrac, | daz al sîn lîb irbibin pflac.
Einen grozen man ich sach, | Der vor mir stunt; erkumelich | Duhte sine antlutze mich.
Und wan er [tuvel] wert hin genumen, | Vil sere werden irkumen | Di engel unde vorchten sich.
Jhesus der edel nam | Schuff, daz ir [Turken] hercz erkam | mit vorchtenglicher tuchte.
do die frauw die schrift vernam, | Ob diser potschaft sie gar hart erkam.
der schreck vnd der bydem hielt mich: vnd alle mein beyn die seind erkomen
[
erschrackenLuther
1545, Hiob 4, 14: ].
dú minne hatt si [sant Agnes] stark gemachet, daz si sich grosser dinge nit erkam durch únsers herren minne ze tuͦnne und ze lidenne.
von ainr sulchen fuͤrchomung velt der mensch oft vnd statichleich in ain sulche derchomunge vnd irrung, daz er nicht wais, was er tun sol.