erfreischen,
gelegentlich
erfreisen
,
V.,
teils regelmäßig, teils unr. abl.
›etw. (eine Kunde, eine Nachricht u. Ä.) erfahren, vernehmen‹; in Passivfügungen auch: ›bekannt sein / werden‹;
vgl. 1; 5.
Im mittleren Frnhd. auslaufend, gehäuft Versdichtung.
Bedeutungsverwandte:
1, .

Belegblock:

v. Tscharner, Md. Marco Polo
11, 11
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Dy bosheit irvrisch Alau, der vorgenante kunig der Tatirn [...] und wart grobelich irczornt.
Gille u. a., M. Beheim
124b, 375
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
kainer da hin kam daz er | erfraischet het die rehten mer.
Mayer, Folz. Meisterl. (
nobd.
,
v. 1496
):
Zum firden mal wirt do [in Appocalipsi] betewt | Das aller grausamst das ye wart erfreyst.
Wie Got vater, Got sun, Got geist, | Ydlich persan Got werd genant | Und doch drey göt nit sint erfreist.
So wart ye clar der heilig geist, / erfreist, | In der tauben gestallt.
Jahr, H. v. Mügeln
721
;
Klein, Oswald
117, 48
;
Niewöhner, Teichner
565, 119
.