erfechten,
V., unr. abl.
1.
›einen Ort erobern‹; auch: ›jn. / etw. (mühevoll, häufig: kämpfend) erringen‹; refl.: ›sich abmühen, (durch Kampf) erschöpfen‹; Mehrfach berichtende Texte.
Belegblock:
der berg ist hohe und der weg schlipfrig, es enmag mit einem just nit ergahet werden, es heisset aber und aber, unz es ervohten wirt.
wie vaste er [Justinianus] bekümbert was mit den buͤchern, so erfaht er doch die lant.
Otto der erst, pfalzgrave bei Rhein, | Hat pfalzgrave Hainrichs döchterlein, | Mit manhait er sie erfecht.
ER hett sich so eruochten, | das all seins leibes krefft | zw wer da nicht mer tochten.
Brandstetter, Wigoleis
191, 25
; Gereke, Seifrits Alex.
4800
; Belegblock:
wer er ein eniger erb vnserer verlassenschafft [...] so wuͤrde er [...] sein Ritterschafft dester ehrlicher erfechten.
dw heilig geschrift di hat ervaecht, | datz himel werd nieman gechronet, | er werd sibenstunt geschoͤnet.