erfechten,
V., unr. abl.
1.
›einen Ort erobern‹; auch: ›jn. / etw. (mühevoll, häufig: kämpfend) erringen‹; refl.: ›sich abmühen, (durch Kampf) erschöpfen‹;
zu 5.
Mehrfach berichtende Texte.

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
der berg ist hohe und der weg schlipfrig, es enmag mit einem just nit ergahet werden, es heisset aber und aber, unz es ervohten wirt.
Chron. Strassb. (
els.
,
A. 15. Jh.
):
wie vaste er [Justinianus] bekümbert was mit den buͤchern, so erfaht er doch die lant.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Otto der erst, pfalzgrave bei Rhein, | Hat pfalzgrave Hainrichs döchterlein, | Mit manhait er sie erfecht.
Weber, Füetrer. Poyt.
305, 1
(
moobd.
,
1478
/
84
):
ER hett sich so eruochten, | das all seins leibes krefft | zw wer da nicht mer tochten.
Brandstetter, Wigoleis
191, 25
;
Gereke, Seifrits Alex.
4800
;
Vgl. ferner s. v. 1.
2.
›etw. unter Beweis stellen, bestätigen‹;
vgl. 5; 7.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1.

Belegblock:

Knape, Messerschmidt. Bris.
3, 82
(
Frankf./M.
1559
):
wer er ein eniger erb vnserer verlassenschafft [...] so wuͤrde er [...] sein Ritterschafft dester ehrlicher erfechten.
Niewöhner, Teichner
345, 96
(Hs. ˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
dw heilig geschrift di hat ervaecht, | datz himel werd nieman gechronet, | er werd sibenstunt geschoͤnet.