erdfar,
auch
erdfarb,
Adj.
›braunschwarz, bräunlich, erd-, rostfarben‹; ütr.: ›verdorrt, verfallen‹;
zu 3.
Wortbildungen:
erdfarbe
,
erdfärbig
.

Belegblock:

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron. (
preuß.
,
um 1330
/
40
):
want ir antlitze, dî ê rôt, | vollic schînen unde clâr, | nû vorvallen und ertvar | wârn von grôzim mangele.
Hulsius (
Nürnb.
1596
):
Erdfarb / couleur de la terre. Erdfaͤrbig / brune couleur.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Erdfarb / so sich mit einem rostigen Eisen vergleicht / color ferrugineus. Erdfarb / schwartzlecht / pullus, fuscus, in nigrum vergens.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
wan sô er [regenvisch] sich nâch der praiten an daz ertreich smucket, sô ist er oben auf dem ruck erdvar.
wenn man köksilber tœtt mit vaizten, sô scheint ez erdvar.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
167
(
oobd.
,
1607
/
11
):
2 andere gesprengte eme-ayr, das eine ist erdfarb.