erdbidmung,
erdbebung,
beide Formen mit etwa gleicher Häufigkeit;
die
;
, auch
-e/-en
.
›Erdbeben, Erschütterung, Beben der Erde‹ (oft in Aggregation mit anderen, vor allem biblischen Plagen:
feuer, hunger, matschrecke, mäuse, raben, schauer
); auch ütr., dann: ›Zittern, Beben des menschlichen Körpers als Erschütterung des Körpers und der Seele‹;
vgl. 2; 3; 4, 1.
Bedeutungsverwandte:
(
das
); vgl. .
Syntagmen:
eine e. sein / werden, geschehen, sich erwegen, auf erden erscheinen
;
das gesicht der e
.;
grosse erdbebungen
.

Belegblock:

Chron. Magdeb. (
nrddt.
,
1565
/
6
):
Viel leut wolten halten, es were ein Erdbibungk gewesen.
Chron. Köln (
rib.
,
1. H. 15. Jh.
):
waz ein ertzbefung, dat de huse schutten und de duppen an der want rasselden.
Froning, Alsf. Passionssp. (
ohess.
,
1501ff.
):
Die ertbebung ist gescheen: | der almechtiger got ist uffersten!
Feudel, Evangelistar
52, 10
(
omd.
,
M. 14. Jh.
):
nach dem gesichte der ertbebunge unde der andirn czeichen dy sy sahen vorchten sy sich gar sere.
Chron. Strassb. (
els.
,
1362
):
es ist in kürtzen joren vil jomers geschehen: ertbidemunge, hunger, kever, matschrecken, rappen, müse, schür.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
so ich [...] erschrick: vnd die erdpidnung
[
Luther
1545, Hiob 21, 6:
zittern
]
erschút mein fleysch.
Qu. Brassó
4, 500, 12
(
siebenb.
,
1531
):
Anno 1531. Ist ein Erdbiewung gewesen, und auch ein Comet-Steren 5 Tag über gesehen worden.
Strehlke, Nic. Jerosch. Chron. ;
ders., WA Bibel ;
Wyss, Limb. Chron. ;
Hübner, Buch Daniel ;
Gerhardt, Meister v. Prag
213, 10
;
Kurrelmeyer, a. a. O. ; ;
V. Anshelm. Berner Chron. ;
Vgl. ferner s. v. 2.