erachten,
das
;
-s/–
.
1.
›Einschätzung, Ansicht‹; nur phrasematisch belegt; zu (V.) 1.
Spätes Frnhd.
Phraseme:
meines / unseres erachtens
.
Bedeutungsverwandte:
vgl. (
das
) 2.

Belegblock:

Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb. Vorr.
7, 8
(
Frankf./M.
1568
):
MAn findet / meines erachtens / viel / auch wol bey denen die sich Christen rhuͤmen / Gottlose Menschen.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
240
(
oobd.
,
1607
/
11
):
1 gar seltzam wunderfisch, meines erachtens ein meerkrotten zu nennen.
Dünnhaupt, Werder. Gottfr. v. Bullj.
18, 21
.
2.
›Beachtung, Aufmerksamkeit‹; vgl. (V.) 2.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , I, 2.

Belegblock:

Adomatis u. a., J. Murer. Hest.
975
(o. O.
1567
):
Ich bin deß erachtens gnuͦg | Obs glych nitt als gsyn üwers fuͦg | Woͤlt irs zum besten mir gedencken.