einig,
Indefinitpron.
›irgendein, -eine, -einer; ein, eine [...] von beliebiger, unbestimmter Art‹; ›ein, eine [...] von typischer, kategorialer Art; jemand‹; meist als Begleitpronomen, selten eigenständig; dient der Bezugnahme auf Größen, deren individuelle Merkmale nicht näher bestimmt sind, im Sinne exemplarischer Generalisierung der Bezugnahme auf Größen, die als Repräsentanten für eine Gruppe, Klasse fokussiert werden; häufig im Kontext negativer oder konditionaler Ausdrücke; vgl. (Zahladj.) 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. (Zahladj.) 1, .

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
jewelten jemals zu einicher zeit.
Luther, WA (
1531
):
Do gehöret kein Iohannes Baptista noch Maria zu oder einiger Engel, Sondern diese einige
[dies zu
einig
, Adj., 2]
person Christus.
Quint, Eckharts Pred. (
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
mit der selben wîsheit bekennet si [sêle] die veterlîche hêrschaft in fruhtbærer berhaftikeit und die weselîche istikeit nâch einvaltiger einikeit âne einigen underscheit.
Schade, Sat. u. Pasqu. (
wmd.
,
1521
):
bitt mich dein freunt zu halten und mir guter underweisung on einig verspottung nimer ab zu ston.
v. Keller, Amadis (
Frankf.
1571
):
so hab ich nie grössern lust zum streit gehabt, als ich jetzunder hab, dieweil mir niemals einicher Ritter souiel zuschaffen gegeben, als jhr.
Löscher, Erzgeb. Bergr.
115, 28
(
omd.
,
1548
):
Ab nu einig part nach geschehenen werzuge ans recht appelirn wolten, die sollen keinesweges zugelaßen werden.
Thiele, Chron. Stolle (
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Ess sal ouch uff sulchen lantstrosssen [...] in keiner wisse eynich kommer von unnd wedder ymants [...] gescheen.
Berthold u. a., Zwick. Stadtrref.
44, 4
(
osächs.
,
1542
/
70
):
Dergleichen sal niemands wider einich person ader commun schand- ader schmebucher [...] dichten.
M. Cunitia. Ur. Prop. (
Öls
1650
):
weder vor⸗her noch hernach
[einer Sonnenfinsternis]
einiger defect an der Sonnen von der Erden Ein⸗wohnern moͤgen verspuͤret werden.
Chron. Nürnb. (
nobd.
,
1444
):
also sein wir in gutem getrawen, das sich sein gnade sollichs wider uns zu tun in eynichen wege nicht understee.
Cirurgia H. Brunschwig (
Straßb.
[
1497
]):
Alle diße puncten [...] gebürt sich dem wund artzet in siner gedechtniß zuͦ haben / e dan das er einiche cur anfahet zuͦ tuͦn.
Fuchs, Murner. 4 Ketzer
1063
(˹wohl
Straßb.
˺
1509
):
Wann sye ewig verdammnet sindt, | Kein gnad ir eincher yemer findt.
Bachmann, Haimonsk. (
halem.
,
1530
):
Do Felcker von Morillon die fier sŭn Ammon gsach kommen ungewapnet on einichen harnisch [...], do erschrack er.
Ders., Morgant (
halem.
,
1530
):
Der enbŭt dir by mir, das du im [...] ăn einichen vertzug sin tochter schickest.
Rennefahrt, Statut. Saanen (
halem.
,
1623
):
uf solch end sol [...] vor verfließung solcher stunden einichen söumeren, grämpleren [...] gestattet, noch zugelaßen werden, einiche der glychen sachen ufzukaufen.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron. (
moobd.
,
1478
/
81
):
Sie paten in genaden, ob sy sich ainichen weis an im [künig] entert hetten.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. (
m/soobd.
,
1590
):
demnach solten die selben ainiches holz ohne [...] verwilligung der 4 bestelten nit abschlagen.
Siegel u. a., Salzb. Taid. (
smoobd.
,
17. Jh.
):
Es soll sich auch ainiche weibspersohn [...] nit untersteen, [...].
Löscher, a. a. O.
116, 32
;
Berthold u. a., a. a. O.
56, 6
;
Hoffmeister, Kuffstein. Gef.
A vjv, 26
;
UB Zug
1960, 15
;
Bischoff u. a., a. a. O. ;
Vgl. ferner s. v. 1, 2, 1, , 14.