durchmartern,
V.
›jn. / etw. unter Anwendung von Gewalt körperlich und / oder (seltener) seelisch quälen, peinigen, foltern‹; bezogen auf Christus und Personen in der Nachfolge Christi; häufig als part. Adj.
durchmartert
gebraucht;
vgl. 14, 1; 3.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. 1, 1; 4.
Syntagmen:
etw
. (z. B.
die sele
)
d., jn. an etw
. (z. B.
an seinem leib
)
d
.;
ein nagel
(Subj.)
Christo etw
. (z. B.
seine hände / füsse
)
d
.;
der durchmarterte leib
.

Belegblock:

Luther, WA (
1519
):
Wa Christo eyn nagell seynn hend adder fuͤß durch martert, soltestu ewige solch und noch erger negell erleyden.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Kere ich denne minú oͮgen zuͦ der reinen muͦter, [...], so sihe ich die reinen sele durmarteret.
Lauchert, Merswin ;
Vetter, Schw. zu Töß ;