dauge,
daube,
die
;
–/-n
.
Die Form
dauge
zu
mhd.
dûge
›Faßdaube‹
(), dies aus
mlat.
doga, duga
;
daube
aus (bzw. beeinflußt von)
frz.
douve
, welches auf
mlat.
dova, duva
zurückgeht (
Dwb, Neub.
6, 387
).
Vgl. auch .
›Faßdaube, Seitenbrett eines hölzernen Gefäßes‹.
Wmd., wobd., selten omd.
Bedeutungsverwandte:
1
1, 1, .
Syntagmen:
daugen von / zu den fässern
;
die alte / eichene / füderige / neue d
.
Wortbildungen:
daubbaum
›Baum, der Holz für Faßdauben liefert‹ (a. 1521),
daugenbeil
(a. 1571),
daugenhauer
(a. 1442ff.),
daugenmeister
(a. 1596ff.).

Belegblock:

Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
190, 6
(
Frankf.
1535
):
Weinsteyn wechßet inn weinfassen / darinn starcke wein lang ligen / so mann den Wein außthuͦt / samlet mann diß an den tauben vnd boͤdemen.
V. Anshelm. Berner Chron. (
halem.
,
n. 1529
):
Es half bin Eidgnossen kein ermanung me, weder lobs, êren, noch glowens, es half kein trost noch verheissen me; disem vass was der boden uss, die reif ab, und die tugen zersprungen.
Rennefahrt, Wirtsch. Bern
672, 14
(
halem.
,
1689
):
Ein taugen in ein landtfaß zu stoßen, für taugen und arbeit 3bz.
Müller, Nördl. Stadtr. (
schwäb.
,
1480
):
So sie auch die vass aufschlahen, so solle es mit vleiss beschehen, dardurch die vass oder tauben nit zerhawen oder mer raif davon kommen, dann not ist.
Loesch, Kölner Zunfturk. ;
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
1119
;
Struck, Joh. Pfannstiel
1794
;
Geier, Stadtr. Überl. ; ;
Rennefahrt, Gebiet Bern ;
Müller, Grafsch. Hohenb.
2, 81, 6
;
Schwarz, Awürt. Lagerb.
1, 419, 10
;
Diehl, Dreytw. Essl. Chron. ;
Dietz, Wb. Luther ;