bulerei,
die
;
-Ø/-en
.
›Liebschaft, Liebesspiel‹; metonymisch ›Unzucht, Hurerei‹;
zu .
Syntagmen:
b. pflegen / treiben
.

Belegblock:

Österley, Kirchhof. Wendunmuth (
Frankf.
1563
):
Zů Carthago aber hatten auch die kleinen kinder auff der gassen nichts anderst denn von diser edlen Römerin und irer bůlerey zů singen.
Opitz. Poeterey
23, 5
(
Breslau
1624
):
das sie alles was in ein kurtz getichte kan gebracht werden beschreiben können; buhlerey / taͤntze / banckete schoͤne Menscher.
Ebd.
25, 12
:
eben dieselben auß zue lachen / die sich in jhren buhlereyen mit griechischen woͤrtern behelffen.
Sachs (
Nürnb.
1557
):
Wann im ist wol mit bulerey.
Heidegger. Mythoscopia
59, 1
(
Zürich
1698
):
Die Romans [...] handeln hauptsaͤchlich und meistentheils von der Liebe und Buhlerey.
Barack, Teufels Netz (
Bodenseegeb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Und fürent so ain verlausz leben | Mit buolri triben und darzuo schüren.
Jellinek, Friedr. v. Schwaben
182
(
schwäb.
, Hs.
1478
):
Wann sy traib groß biebery | Und darzů haimliche bůlery.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
Etlich alt reimer, voraus Wolfram von Eschenbach [...] haben der alten teutschen herren und fürsten taten, rais und chronica in puelerei verkert.
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 430
;
Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1932, 93
;
Dietz, Wb. Luther ;
Preuss. Wb. (Z)
1, 861
.