bleicher,
der
;
-s/-Ø
.
›Handwerker, der (gewerbsmäßig) Tuche, bes. Leinwand, bleicht‹;
zu
2
1; 2.
Bedeutungsverwandte:
.
Wortbildungen:
bleicherin
.

Belegblock:

Volkmar (
Danzig
1596
):
Fullo, onis, ein bleicher / walcker / der die kleider seubert.
Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
1449
):
der ensall sich nochtant zo dem schaiden, den he an den doichen hette, an eime halven jaire an dem ampte niet genieren, id si bleicher of weiver.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 312, 10
(
hess.
,
1512
):
doch sol keyn bleicher zu eynem siegelmeister gekorn werden.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil. (
schles.
,
1653
):
weiln die bleicher viel wasser dem müller wegnehmen, soll ein einsehen deswegen beschehen.
Mylius (
Görlitz
1577
):
Candefactrix Bleicherin.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
sein gewande wurden gemacht [...] als weiß als der blaicher nit mocht gemachen auf der erde.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
1544
/
5
):
es sollen auch die plaicher ainen aidt schweren.
Merz, Urk. Bremgarten
34, 4
(
halem.
,
1353
):
bleicher, so nu sint alder iemer seßhaft werdent, an der burger bleichi so vil wassers nemen mogen vnd sont vsser dem bache.
Schnyder, Qu. Zürcher Wirtsch.
849, 20
(
halem.
,
1489
):
Wullweber, wullschlaher [...] lynweber, linwaͤter und bleicher soͤllent haben ein zunft und ein paner.
Mollay, Ofner Stadtr.
142, 2
(
ung. inseldt.
,
1. H. 15. Jh.
):
Von derr Plaicherr rechtenn.