behufen,
V.
– Keine nobd./oobd. Belege.
›e. P. / e. S. bedürfen, jn. / etw. brauchen‹.
Syntagmen:
etw
. (Akk.)
b
.;
e. P
. (z. B.
des mannes
)
/ e. S
. (z. B.
der creatur / penitenz, des geltes / werkes
)
b
.;
behufend sein
;
behuftes wort
.
Wortbildungen:
behufung
.

Belegblock:

Herborn u. a., Rechn. Jülich
96, 3
 (
rib.
/
snfrk.
,
1398
/
9
):
gegeve(n) vur syne(n) loyn ind vur zyn, dat hee dar zu behoiffde, zu same(n) […].
Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
1397
):
behoift si me zijt, des sal man ir mit oirlove gunnen.
Ebd. (
1478
):
gurdelmechere ind schoemechere, die moegen leder bereiden, sovill si des up iren breide zo noittorft irs amptz behoeven.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch 
408
(
rib.
,
1444
):
Dir is noit dat du mich an roifs, | So wanne dat du des behoefs.
Chron. Köln, Koelhoff
7r, 48
(
Köln
1499
):
want he [schepper] is ym selffs genoichsam ind behouet der creaturen niet.
Ebd.
3, 904, 9
:
der buschof van Coellen hadde sin volk liggen zo Andernach ind waren bereit, of men ir behoifte.
Ebd.
912, 10
:
dat sich die engel gotz meir ervreuwen over ein sunder, der sich bessert, dan over 99, die gheinre penitencie behoeven.
Froning, Alsf. Passionssp.  (
ohess.
,
1501ff.
):
in mym huß solt ir macht haben, | was er behubet yn dissen tagen!
Kurz, Waldis. Esopus  (
Frankf.
1557
):
Man sagt, es sein nicht alle Buben, | Die Gelts begern vnd Gelts behuben.
Schib, Urk. Laufenb.
345, 23
(
halem.
,
1614
):
es wäre mit einmannung, nothwendiger besazung zu ewern statt versicherung und sonsten ansehenden behueffungen.
Herborn u. a., a. a. O.
94, 26
;
Thiele, Minner. II,
27, 39
;
Meijboom, a. a. O.
6489
;
9291
;
Kurz, a. a. O. ;
Preuss. Wb. (Z)
1, 485
;