überfechten,
V., unr. abl.
›jn. / etw. (der / das als böse, verführerisch angesehen wird) kämpfend überwinden, besiegen, bezwingen‹; refl.: ›sich wehren‹; auch: ›jeden Sieg übersiegen, übertrumpfen‹; vgl. (Präp.) 2; 10.
Im 15. Jh. auslaufend; meist Texte der Sinnwelt ‚Religion / Didaxe‘ gebundener Form (teils narrativ).
Belegblock:
Sus wart der sige ubersiget | der kempfe ubervohten.
swer des vleisches not | In diser werlde vorwindet | Und sich zu mir [Crist] gesindet, | [...] | Und den tuvel uber vichtet, | Dem geb ich den morgen sternen.
swer mich trutet | Und sich nach mir richtet, | Sin fleisch gar uber vichtet, [...] Der [...].
Herre, vrteile, di mir schadent, obirvicht
[
StreitteLuther
1545, Ps. 35, 1: ],
di mich anevechten. ich
[Bezug auf Maria]
binz der gral, | da mit der eren künig den leiden übervacht. ob sîn maht daz leben mîn | doch zuo dem tôde rihtet | und er mich übervihtet.
Ihesus sprach: ‚tü das swert in, | Peter, und la din vechten sin! | Wan wer mit swerten sich úbervicht, | Vom swert man in verderben sicht‘.
wer die werlt wil uͤber vechten, | der sol nicht mit ritter chnechten | cziehen dar in streites gier.
Nun kom der dick gepreiset, | do er den starcken serpant überfacht.
Gille u. a., M. Beheim
284, 27
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