überedel,
Adj.
›ausgezeichnet, über alle Maßen erhaben‹; von religiösen und moraltheologischen Glaubensbeständen gesagt; zu (Präp.) 1; 2; 3; 10, 3; 4.
Wortbildungen:
überedeln
.

Belegblock:

Jostes, Eckhart
53, 4
(
14. Jh.
):
Leiden ist so gar uber edel, daz ich dar umb anders niht geben wil dann mich selben.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
E. 14. Jh.
):
die vierde gobe, die heisset goͤtteliche stercke. O kinder, welich ein hoͤhe uͤberedelgobe ist dise!
Ebd. (
1359
):
Denne koment zwene grosse lange vinger, das ist verstentnisse und smackende wisheit. Och, kinder, die sint so hoch und so úber edel, das do ab bas ist ze bevindende wan ze sprechende.
Steer, Schol. Gnadenl.
5, 66
(
halem.
,
15. Jh.
):
Genaͮd zerstoͤret nit die nature, sunder si v́beredlet alles, daz si edels in der nature vindet und vffuͤret denn in ainen volkomne staͮt.