überbitten,
V., unr. abl.
›sich der Fürbitte widmen‹ (als Weise des Handelns der Gottesmutter); ›sich inständig bittend an jn. wenden‹ (intrans.); ›jn. inständig, über das Normalmaß hinaus um etw. bitten, jn. durch inständiges Bitten überreden, zu etw. bewegen‹; vgl. (Präp.) 10, (V.) 1; 4.
Belegblock:
lieff Joseph dart und hie, | bis er zwa frawen uberbat.
Ebd.
447, 35
: ach hilffet gab ir kaine, | daz in der reich nit uberpit.
des ich sie dann noch pißher alle jare kaum über pitten kan, das sie mir also darzu helfen.
Du lest dich uberbitten | Recht als eyn armes weib.
ir liebes chindos trinitet | sich dy müter uberpiten let.
so soll in ratt und gemein wider bitten das er das kunftig jar noch richter sei. mag man in nit uberpitten, so soll [...].