übe,
die
.
›fortwährende Übung; Sorge um etw., Tätigkeit, Befassung mit etw.; Ausübung einer Methode; Anstrengung; Beherrschung, Gebrauch (einer Sprache)‹;
vgl. 2; 3.
Nur nobd. und wobd. Belege; meist Texte gebundener Form und in Reimbindung.

Belegblock:

Goedeke u. a., Liederb. (
Nürnb.
1525
/
35
):
allzeit hat ers
[
s
=
Mariabild
]
in großer ieb, | das er sich keiner liegen tet verschulden.
Sachs (
Nürnb.
1559
):
Der meerfrosch macht das wasser trüb | Und fecht die visch in solcher üb.
Ebd. (
1564
):
Wer gotts wort hat in stetter üb, | Denselbigen hat gott auch lieb.
Ebd. (
1529
):
So seyen wir gesetigt schon | Durch den heilligen geiste, | Und prawchen uns der rainen lieb | Gen den nechsten in steter ieb.
Bartsch, Reinfrid (
halem.
, Hs.
14. Jh.
):
wan daz misselinge | dâ bî vil lîht belîbet | und sî niemen trîbet | mit endelîcher üebe.
V. Anshelm. Berner Chron.
6, 138, 4
(
halem.
,
n. 1529
):
dan er ein witziger, [...] man, mit nit grossem anfang zuͦ Bern inkomen, sich hat durch sine geschiklikeit und drîer sprachen uͤeb, dahin gebracht, dass [...].
Wiessner, Wittenw. Ring
8909
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
So wissend, daz von diser üeb | Werdent auch die risen müed.