ölfarbe,
die
.
›glänzende, in der Kunst angewandte Farbe, Ölfarbe‹;
vgl. 1; 2.
Syntagmen:
ein angesicht, ein werk mit ö. malen, ein werk, einen giebel von ö. machen
;
die gute / ganze ö
.;
der kontrafeiter mit ölfarben, ein blümlein, ein tier, eine tafel / figur von ö
.

Belegblock:

Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
1449
):
sower einich werk geloifde zo machen van olievarven, der en sall dat niet machen van wasservarven.
Buch Weinsb. (
rib.
,
1591
):
Es ist disser Barthel Brun, ein kunstiger contrafeiter mit olichsfarben, wie auch sin fatter war, die mich beide abcontrafeit haben.
Pyritz, Minneburg
1953
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Si [fraw] ist gefirnußet | Mit guter glantzer olvarbe.
Rupprich, Dürer (
nobd.
,
1521
):
ein herczog angesicht uff ein täffelein mit ölfarben gemahlt.
Bernoulli, Basler Chron. (
alem.
,
1501
):
das namlich vielen [...] uff die lut, [...] crutzlin und sust zeichen uff blose hutt, [...] von mancherley farwen und [gestalt, glich wie oͤlfaruw]
(Satzbruch).
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
589
(
oobd.
,
1607
/
11
):
fensterrämlein, darein uff pergamen von ölfarb durchscheinende figurn gemalt.
Joachim, Marienb. Tresslerb. ;
Hertel, UB Magdeb. ;
Bauer u. a., a. a. O.
2319
;
Bentzinger, Erf. Historienb., Gen.
23, 11
.
Vgl. ferner s. v. 13.